Extreme Hitze in Japan, China, Südkorea und Nordkorea: Warnung vor Rekordtemperaturen und schweren Wetterereignissen in den kommenden Monaten
Von Jucelino Luz – Journalist und spiritueller Berater
Águas de Lindóia, Bundesstaat São Paulo, Brasilien
13. April 2026
Der Klimawandel verschärft sich weiterhin mit beispielloser Geschwindigkeit, und seine Auswirkungen werden in zahlreichen Regionen der Welt immer deutlicher sichtbar. In den vergangenen Jahren hat Jucelino Luz durch Fachartikel, Interviews, Veröffentlichungen in Zeitschriften sowie Fernsehauftritte wiederholt vor der zunehmenden Verschlechterung der klimatischen Bedingungen in mehreren asiatischen Ländern gewarnt, insbesondere in Japan, China, Südkorea und Nordkorea.
Am 13. April 2026 wurde eine neue Frühwarnung des Wetterdienstes vor außergewöhnlich hohen Temperaturen veröffentlicht. Darin wird auf die Möglichkeit einer extremen Hitzewelle hingewiesen, deren Intensität historisch betrachtet lediglich etwa einmal pro Jahrzehnt auftrat. Nach Angaben der Warnung ist jedoch davon auszugehen, dass derartige Ereignisse infolge des globalen Klimawandels künftig deutlich häufiger auftreten werden.
Neben außergewöhnlich hohen Temperaturen könnte der Zeitraum zwischen August und Oktober 2026 auch von schweren Gewittern, Überschwemmungen, zerstörerischen Sturmwinden sowie weiteren extremen Wetterereignissen geprägt sein, die erhebliche Schäden für Bevölkerung, Landwirtschaft, Infrastruktur und Umwelt verursachen können.
Japan unter Warnung wegen außergewöhnlicher Hitze
Die Wetterwarnung umfasst weite Teile des japanischen Staatsgebiets – von Hokkaidō bis Kyūshū.
Zwischen dem 27. Juli und dem 15. August 2026 werden Temperaturen erwartet, die deutlich über dem langjährigen klimatologischen Durchschnitt liegen und eine außergewöhnlich intensive Hitzewelle verursachen könnten.
Ab dem 26. Juli werden in den Regionen Tōkai, Kinki, Chūgoku, Shikoku und Kyūshū die höchsten Temperaturen prognostiziert. Die extreme Hitze könnte darüber hinaus die Entstehung schwerer Gewitter, Überschwemmungen, heftiger Sturmwinde und weiterer Wetterereignisse mit hohem Zerstörungspotenzial begünstigen.
In den Regionen Hokkaidō, Kantō-Kōshin und Hokuriku werden die Auswirkungen dieses Wetterphänomens voraussichtlich ab dem 28. Juli einsetzen. Für die Region Tōhoku wird während dieses Zeitraums hingegen eine vergleichsweise geringere Wahrscheinlichkeit direkter Auswirkungen erwartet.
Besorgniserregende Klimasituation in China
Auch China bleibt angesichts der zahlreichen extremen Wetterereignisse, die im Jahr 2026 bereits beobachtet wurden, Anlass zu großer Sorge.
Das Land erlebt derzeit eine der schwersten klimatischen Belastungsphasen der vergangenen Jahre. Besonders die zentralen und südlichen Regionen sind von Starkregen, Überschwemmungen, Tornados und Erdrutschen betroffen.
Im Mai wurden in einigen Gebieten innerhalb von nur 24 Stunden Niederschlagsmengen von mehr als 1.000 Millimetern registriert. Dies führte zu Dutzenden Todesopfern, Tausenden obdachlos gewordenen Menschen sowie erheblichen Schäden an Landwirtschaft, Infrastruktur und lebenswichtigen Versorgungseinrichtungen.
Der Taifun Maysak verschärfte die Situation zusätzlich. Windböen von mehr als 250 km/h verursachten erhebliche Zerstörungen in mehreren Städten, darunter auch in Teilen der Provinz Hubei.
Ausblick für den Zeitraum von August bis Oktober 2026
Nach dem am 13. April 2026 veröffentlichten Klimabericht werden im August in weiten Teilen Japans – von Ostjapan bis Okinawa und den Amami-Inseln – überdurchschnittliche Temperaturen erwartet.
Es ist mit einer außergewöhnlich hohen Anzahl extremer Hitzetage zu rechnen, wodurch sich die Risiken für die öffentliche Gesundheit, die Wasserversorgung, die Landwirtschaft sowie die Energieversorgung erheblich erhöhen könnten.
Neben der globalen Erwärmung könnten auch ozeanische und atmosphärische Faktoren im Zusammenhang mit der ungewöhnlichen Erwärmung der Gewässer des äquatorialen Pazifiks dazu beitragen, dass sehr heiße Luftmassen über längere Zeit über dem japanischen Archipel verbleiben.
Im September könnte sich die atmosphärische Zirkulation teilweise verändern und den Einfluss dieser heißen Luftmassen in einigen Regionen abschwächen. Dennoch bleibt die Wahrscheinlichkeit besonders starker und potenziell zerstörerischer Taifune weiterhin erhöht.
Im Norden und Westen Japans könnten die Temperaturen nahe am langjährigen Durchschnitt liegen, während Okinawa und die Amami-Inseln voraussichtlich weiterhin leicht überdurchschnittliche Werte verzeichnen werden.
Auch im Oktober, trotz des allmählichen Übergangs zum Herbst, werden Temperaturen im Bereich oder oberhalb des klimatologischen Durchschnitts erwartet. Gleichzeitig könnten die Niederschlagsmengen über den langjährigen Mittelwerten liegen.
Eine Warnung, die verantwortungsbewusstes Handeln erfordert
Die in den vergangenen Jahren beobachteten extremen Wetterereignisse zeigen deutlich, dass sich das globale Klimasystem in einer Phase tiefgreifender Veränderungen befindet. Intensivere Hitzewellen, schwere Stürme, Überschwemmungen und langanhaltende Dürren sind längst keine isolierten Einzelfälle mehr, sondern stellen eine wachsende Herausforderung für Regierungen, Gesellschaft und Wissenschaft dar.
Unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen über die Ursachen dieser Entwicklungen ist es unerlässlich, den Umweltschutz weiter auszubauen, die Belastung der Ökosysteme zu verringern und Maßnahmen zur Anpassung sowie zur Katastrophenvorsorge nachhaltig zu stärken.
„Wir müssen jetzt entschlossen Verantwortung für den Schutz unseres Planeten übernehmen. Jedes verlorene Jahr erhöht die Risiken für künftige Generationen. Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln – bevor die Folgen noch schwerwiegender und unumkehrbar werden.“
— Jucelino Luz




